Studie zu Sanktionen im SGB II

Bundestag/Berlin. Eine Zusammenfassung über Studien – mit weiterführenden Links – zu den Folgen von Sanktionen mit dem Titel:

Auswirkungen von Sanktionen im SGB II –
Überblick über qualitative Studien in Deutschland

Markant finde ich das folgende Ergebnis, dass die bisherige Kritik, an der auch in Gelsenkirchen vorherrschenden städtischen Praktik entlang des Empirica-KdU-Konzepts, dass bisher nicht die Zustimmung des Sozialgerichts gefunden hat, skizziert:

„Die Jobcenter, die bei der Lösung der Probleme mithelfen sollten, wurden in der Studie eher als Verursacher dieser Schwierigkeiten betitelt: Sie förderten die Entstehung von Wohnungsnotlagen durch eine repressive Auslegung der „Angemessenheitsgrenzen“ der Miete“. (S. 7)

Mehr noch: Die Studie hält auch die daraus sich ergebenden Folgen einer ausbleibenden Geltendmachung der subjektiven Rechte der Betroffenen wie folgt fest:

„Sie [die Jobcenter] waren laut Studie in vielen Fällen direkt verantwortlich für durch Mietrückstände entstandene Kündigungen, erzwungene Umzüge und Zwangsräumungen. Dadurch erübrigte sich aus der Sicht der Betroffenen die Möglichkeit der Beratung und Unterstützung durch die Jobcenter.“ (S. 8)

Ohne Begleitung durch Mitarbeiter der sozial-beratenden Dienste der freien Träger wie Diakonie, Caritas oder Sozialpfarramt geht dann gar nichts mehr:

„…zu Terminen des Jobcenters bezüglich der Wohnungssituation begleiten. Ohne diese Unterstützung würden es viele Menschen nicht schaffen, ihre Ansprüche geltend zu machen.“

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