Zukunftsmusik zur Selbsttötung von Erwerbslosen

Besonderer Hausbesuch vom Jobcenter bei Langzeiterwerbslosen…

Die Diskussion um die Sterbehilfe von Frau Schneider brachte die WAZ auf die Idee zur Meinungsumfrage.

Der Schriftsteller Gerrit Hohendorf hat in „Der Tod als Erlösung vom Leiden“ vor einer neuerlichen „Ökonomie der Erlösung“ gewarnt, da die nationalsozialistische Euthanasie in der Hauptsache nicht auf Mitleid oder Degenerationsängsten, sondern auf ökonomischen Überlegungen basierte. In einer leistungsorientierten Gesellschaft könne das Recht auf ein selbstbestimmtes Sterben eine Bewertung des Lebens nach sich ziehen, das sich an wirtschaftlichen Maßstäben orientiert.

Wie der Aufruf an Erwerbslose ihre Organe zu spenden um die staatlichen Ausgaben zu reduzieren, könnte es von Seiten der Gesellschaft und Politik einen Aufruf zur Selbsttötung geben, folgere ich messerscharf.

Siehe dazu Hohendorfs Vortrag vom 8.5.2014 „Der Tod als Erlösung vom Leiden“ – Geschichte und Ethik der Sterbehilfe seit dem Ende des 19. Jahrhunderts in Deutschland.“

Als Christ kann man an dieser Stelle auch an das Zitat denken: „Gott, lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.“

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