Niedrige Löhne in Deutschland sind das Problem auf dem Weltmarkt

Höhere Löhne müssen folgen!

Deutschland fährt mit seinen niedrigen Stückkosten und den halb so hohen Investitionen in seine Infrastruktur alles an die Wand.

„Aber es ist auch hier nicht alles freie Marktwirtschaft. Seit den früheren 90er Jahren fährt die Bundesrepublik eine Politik der Lohnzurückhaltung. Die Menschen hatten nach der Wiedervereinigung Angst vor einem wirtschaftlichen Abstieg. Sie dachten, ihr Land sei der kranke Mann Europas. Deutschland hat es übertrieben mit der Lohnzurückhaltung.

„Ökonomisch gesehen gilt: Deutschland ist das Problem, weil es zu stabil war und ist“

Die Bundesrepublik hat aber tatsächlich schwere Zeiten erlebt, nach der Wiedervereinigung und auch nach der Jahrtausendwende mit sehr hoher Arbeitslosigkeit. Musste die Politik nicht handeln?
Die Arbeitsmarktreformen waren richtig. Der Druck auf die Löhne aber hielt an, auch als es besser lief. Das war eine Übertreibung. Deutschlands Lohnstückkosten sind 15 Jahre lang überhaupt nicht gestiegen. In allen Ländern nahmen sie um mindestens zehn, 15 Prozent zu. Damit hat die Bundesrepublik intern abgewertet, wurde also billiger im Vergleich mit anderen Ländern. Ökonomisch gesehen gilt: Deutschland ist das Problem, weil es zu stabil war und ist. Deutschland hat überzogen mit der Wettbewerbsfähigkeit und damit die anderen in die Defizite getrieben. (…)

Aber solange sie die Krise allein lösen müssen und Deutschland nicht ebenfalls umstellt, wird die Wirtschaftskrise mit Stagnation andauern. Das sehen wir jetzt. “ FR im Interview mit Fred Bergsten, Ökonom unter Kissinger

 

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