Medienschau: Aktionswoche „Stromsperre“ vermeiden

Die Aktionswoche der Schuldnerberatungsstellen ist nun in den Medien (in Duisburg, Bochum, Münster) präsent. Eins fällt auf. Nur eine Zeitung informiert über einen Link indirekt über die zu hohen Mahn- und Sperrkosten der Energieversorger.

Mit folgender Info habe ich im Wege von Leserbriefen dagegen gesetzt:

„Mahn- und Sperrkosten meist rechtswidrig zu hoch

Die Verbraucherzentrale Bund hat ein Urteil erstritten, wonach die Mahn- und Sperrkosten der Energieversorger oft zu hoch sind. „Unzulässig ist nach dem Urteil auch eine Klausel, nach der ein Kunde für die Unterbrechung der Stromversorgung 34 Euro und für die Wiederherstellung 64 Euro zahlen muss.“, heißt es dort. Die meisten Energieversorger wollen mit 5,- Euro pro Mahnung auch viiiel zu hohe Kosten wieder haben, was ihnen aber rechtlich nicht zusteht. Mehr als 1,20 Euro, so das Gericht, gibts nicht. Mehr zum Urteil auf http://www.vzbv.de/8472.htm. „

Die Verbraucherzentrale hat mittlerweile eine eigene Infoseite zu unberechtigten Kostenforderungen geschaltet. Herbei weicht sie selbst etwas von dem erstrittenen Urteil ab und gibt andere Höchstsummen an. Im Zweifel soll die Beratungsstelle oder ein Anwalt aufgesucht werden. Verhandeln, so die VZ -NRW, sei auf jeden Fall geboten. Deren Erhebung für NRW (Dez. 2013)  ergab Mahnkosten zwischen 1,50 und 7,- Euro. Leider teilt uns die VZ NRW auf ihrer Website nicht mit, ob sie selbst Abmahnungen gegen die ungebührlichen Energieversorger erhebt, was ja wohl ihre Aufgabe wäre. Wieso befinden sich die Fachleute der VZ, die für die Bürgerberatung bezahlt werden, stattdessen auf Konferenzen der Energieversorger? Was haben sie da zu tun? Sagen sie dort den Anwälten und dem Forderungsmanagement, was sie alles nicht dürfen, („Zulässigkeit von Kostentatbeständen aus Sicht der Verbraucherzentrale“), obwohl zehn andere Berater auf diesem Kongress ihnen genau das Gegenteil erzählen, nämlich wie sie die Kunden ab besten abzocken? Wieso macht die VZ nicht mal einen Kongress für Bürgeraufklärung zum Thema Stromsperren und Forderungsmanagement aus Sicht des Kunden?

Schließlich kann mit der Grundsicherung der Strom nicht bezahlt werden: „Die Neumarkter Berater (der Caritas) verlangen auch, dass bei Sozialleistungen realistische Energiekosten kalkuliert werden: Im Hartz-IV-Regelwerk sind 27,60 Euro für einen Alleinstehenden mit seinen 391 Euro monatlich vorgesehen. Das reicht längst nicht mehr. Noch besser wäre es, wenn die tatsächlichen Energiekosten unabhängig vom Regelbedarf gezahlt würden.“

Statistik. Das Bundesamt für Statistik gibt anlässlich der Aktionswoche die Höhe der durchschnittlichen Energieschulden heraus. Die Zahl: 1.300,- Euro.

WAZ- Gelsenkirchen: Infotag der Verbraucherzentrale zur Aktion: Mittwoch, 02.07.2014, 9 – 13 Uhr, Luitpoldstr. 17 / WAZ-Bottrop: VZ-Tag am 26.06.14, 9-13 und 14- 18 Uhr (Rathaus)

 

 

 

 

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