Berufsbildungsbericht 2014

Zeiten ändern sich: …von oben herab?

Acht Punkte, die zeigen, wo der Hammer hängt.

Die Bundesministerin greift nur sechs Punkte heraus. Sie glaubt an eine Regulierungsmöglichkeit durch „Chance Beruf“:

„Der Bericht zeigt deutlich auf, welche Punkte für unser Handeln in Zukunft sehr wichtig sind:

Erstens. 2013 wurden weniger Ausbildungsverträge neu abgeschlossen als im Vorjahr und noch weniger als in den Jahren zuvor. Das Minus gegenüber dem Vorjahr beträgt 3,5 Prozent.

Zweitens. Die Unternehmen haben zunehmend Probleme, geeignete Bewerber oder überhaupt Bewerber für ihre freien Ausbildungsplätze zu finden. Das heißt, wir haben in Deutschland im Moment einen Höchststand an unbesetzten Ausbildungsstellen.

Drittens. Es gelingt trotzdem nicht, dass alle von der Schule direkt in die Ausbildung gehen. Wir haben über 20.000 unversorgte Bewerber.

Viertens. Analog zu den eben genannten Punkten zeigen auch viele Untersuchungen, dass es zunehmend schwieriger wird, dafür zu sorgen, dass betriebliches Angebot und Nachfrage von Jugendlichen zusammenpassen. Dieses Matchingproblem stellt sich nach Beruf und auch nach Region sehr unterschiedlich dar; aber es ist ein generelles Problem.

Fünftens. Es zeigt sich im Bericht deutlich, dass immer weniger Betriebe ausbilden. Gemessen an der Zahl der Betriebe bilden nur knapp über 21 Prozent aus. Das ist prozentual der tiefste Stand an ausbildenden Betrieben seit 1990.

Ein letzter Punkt, der die Berichte über dieses Thema in den Zeitungen sehr stark bestimmt: Die Zahl der Studienanfänger war 2013 zum ersten Mal höher als die Zahl derer, die eine berufliche Ausbildung begonnen haben. Wenn es uns nicht gelingt, entsprechend viele Facharbeiter auszubilden, kann das in den nächsten Jahren eine riesige Innovationsbremse für Deutschland sein.

Wir werden deshalb in dieser Legislaturperiode die berufliche Ausbildung weiter stärken – mit der Initiative „Chance Beruf“.

Konferenz im Juli 2014

Bis dahin ist die Situation vor allem auch so: “ Inzwischen gibt es laut Bericht in 40 Prozent der Arbeitsamtsbezirke weniger Lehrstellenangebote als Nachfrager.“

Es müsse, so eine Medienstimme zu dem Bericht, „bei den Hilfen mehr Abstimmung zwischen den verschiedenen Institutionen (Schule, Jugendhilfe, Sozialämter) geben.„Ob das Schnittstellenmanagement je bei den beteiligten Institutionen ankommt? Wer d a s  liest kann Zweifel haben, ob die Lage überhaupt in den Griff zu kriegen ist.

EXAM – verhindert Förderung die Eigeninitiative der KMU?
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