verdi-Forderungen für Grundausbildung gegen Tymisters „No Skills-Theorie“

Gelsenkirchen/Berlin. Mit den Forderungen von ver.di für eine gute Grundausbildung möchte ich die Theorie des Gelsenkirchener BA-Geschf. Tymister kontern, der behauptet hatte, die Gelsenkirchener hätten nicht die Fähigkeiten für mehr Weiterbildungen.

Die Forderungen :

Aufwertung und Ausweitung der Qualifizierung als zentrales Arbeitsmarktpolitisches Instrument der aktiven Arbeitsmarktpolitik,

Bevorzugung abschlussbezogener Maßnahmen
(Bindung an anerkannte Abschlüsse nach Berufsbildungsgesetz),

Bildung bildet weiter

Aktive Arbeitsmarktpolitik durch individuelle Förderung und (Wieder-) Einführung des Rechtsanspruchs auf Qualifizierung;
Zur Begründung:

  • nach wie vor sind ArbeitnehmerInnen ohne qualifizierten Berufsabschluss in einem erheblich höherem Maß von Arbeitslosigkeit bedroht bzw. arbeitslos,
  • eine umfassendere Grundqualifizierung ist noch immer die Basis für stabile Beschäftigung; sog. passgenaue Qualifikationen führen vielleicht noch zu einer schnellen Vermittlung, kaum aber zu einer stabilen, nachhaltigen Beschäftigung (die sog. passgenaue Qualifikation ist eher ein gern gepflegter Mythos),

Ausweitung der finanziellen Mittel für aktive Arbeitsmarktpolitik – zumindest auf das Niveau von 2009 (also vor den Kürzungsbeschlüssen der schwarz-gelben Bundesregierung im Juni 2010),

Kostendeckende Finanzierung

  • unter Berücksichtigung ausschließlich sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung auf dem Durchschnittsniveau von 2003 (also vor der von den Hartz-Gesetzen eingeleiteten großen Krise),
  • begründeter (und damit ausreichender) Stellenschlüssel,

Qualitätssicherung und Qualitätskontrolle

  • unter strenger Berücksichtigung der Beschäftigungsbedingungen,
  • nachgewiesener Vor- und Nachbereitungszeiten,
  • nachgewiesener, regelmäßiger Weiterbildung der Beschäftigten,

Berücksichtigung sozialer Standards im Vergabeverfahren

  • Bevorzugung bewährter Träger (Transparenz) und Ausschluss unseriöser Träger (negative Qualitätsbeurteilungen, Beurteilungen auch durch die Beschäftigten),
  • Festangestelltes sozialversicherungspflichtiges Personal, Honorarbeschäftigung als Ausnahme
  • die Existenz und Anwendung eines pädagogischen Gesamtkonzepts
  • eine Vertragsgestaltung mit angemessener Planungssicherheit und Laufzeit,
  • Berücksichtigung regionaler Verankerung,
  • Berücksichtigung gruppenspezifischer Konzepte.

Quelle: Bereich Weiterbildung im FB 5 von ver.di. 11/2013

Dieses Papier stellt den gegenwärtigen Diskussionsstand des Bereichs Weiterbildung dar. Kritische Anmerkungen und Ergänzungen sind ausdrücklich gewünscht.

Sie können dieses Papier hier als pdf-Datei herunterladen: Arbeitsmarktpolitik (pdf-Datei)

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