Angstpatienten: Wir sehen, was wir fürchten

Wie die Welt für Angstpatienten aussieht, liegt im Auge des Betrachters.

via Angstpatienten: Wir sehen, was wir fürchten.

Das macht verständlich, wieso es immer mehr „Jobcenter-Phobiker“ gibt.

Die Angst vor dem Gang zur Behörde kennt jeder Mensch ein wenig. Man weiß nicht, was einen dort erwartet.

Wie ich jedoch in meinem Beitrag „vom Jobcenter gestresst“ ansatzweise gezeigt habe, ist das Problem im Rahmen der Arbeitslosigkeit, von dieser und der zugeordneten Behörde Jobcenter, Stress zu erfahren, durchaus gesundheitsrelevant. Häufig gibt es im Zusammenhang mit Gängen zum Jobcenter oder mit Schreiben vom Jobcenter, eine phobische Hysterie, die nun langsam erklärlich wird. Die Menschen haben Angst und damit vergrößert sich die Wahrnehmung dessen, wovor sie Angst haben. Sie sind gereizt, erregt, unkonzentriert, können nicht zuhören, sind manisch bipolar gestört (euphorisch und depressiv verstimmt; rebellisch und devot nachgiebig).

Die Jobcenter-Mitarbeiter bekommen eine Bedeutung zugemessen, die sich einem normalen Menschen verschließt, der einfach nur einen Sachbearbeiter mit mehr oder weniger Kompetenzen vor sich sieht, die man ausdiskutieren kann. Nicht so der Jobcenter-Phobiker. Der Mitarbeiter ist Teil einer ihn beherrschenden Macht. Er ist allmächtig, kann massiv in seine Existenz eingreifen, er ist eine permanente Bedrohung. Er kann sein Leben bestimmen, ihm Arbeit aufzwingen, das Geld kürzen oder ganz streichen, ihm die Wohnung wegnehmen oder die Familie (Zuzug von Frau und Kind) vorenthalten.

Der Jobcenter-Mitarbeiter lehrt ihm das Fürchten.

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