Gehen Sie mal zum Jobcenter IAG und sagen, sie fühlten sich von der Arbeitslosigkeit (und dem Jobcenter) gestresst

Auf dem letzten Präventionskongress im Herbst 2013 in Essen ging es bei der Frage der Koordinierung der Gesundheitlichen Chancengleichheit in NRW im Rahmen der Zusammenarbeit der BA und Krankenkassen auch darum:

„Herr Dr. Bahemann betonte, dass es die Grund­hal­tung der BA sei, ernst zu neh­men, wenn Jobcenter-„Kund/in­nen“ sich von der Ar­beits­lo­sig­keit gestresst füh­len. Es sei dann an­ge­mes­sen, ih­nen gesundheitsförderliche und präventive Maß­nah­men in Form von Anreizen oder Gutschei­nen anzubieten und die Zugänge sehr niedrigschwellig zu halten. Er­fah­rung­en da­mit sammelt seit vielen Jahren das Jobcenter Köln, das als innovativer Vorreiter und Ideenschmiede in Sa­chen Ge­sund­heitsorientierung gilt.“

via gesundheitliche-chancengleichheit: Settings gestalten, Hürden reduzieren.„Tagung Fit For Work“

Welche Erfahrungen habt ihr diesbezüglich bei der BA und dem Jobcenter IAG? Würde mich mal interessieren! (Bitte die Kommentarfunktion nutzen!)

Ohne etwas vorwegnehmen zu wollen. Meine Erfahrung aus dem Alltag ist schon auch die, dass der Kontakt zum Jobcenter viele Arbeitslose mehr stresst, als die Arbeitslosigkeit selbst. Das scheint aber offenbar gewollt und teil des Aktivierungskonzepts zu sein. Das ist bei der Fragestellung aber jetzt mal nicht gemeint. Obwohl klar ist, dass sich das bei Dauerstress mit dem Jobcenter, zum Beispiel bei den Kosten der Unterkunft und Sanktionen natürlich irgendwann gar nicht mehr trennen lässt. Wie die Präventionskonzepte und Präventionsangebote, die nächstes Jahr fertig sein sollen, auf diesen Zustand reagieren, ist noch fraglich.

Also gilt das, was immer galt:

„Die Autoren kritisieren, die Hilfen seien von Kommune zu Kommune sehr unterschiedlich. In den zuständigen Behörden fehle es „häufig an konkretem Wissen und teilweise wohl auch am Wollen relevanter Akteure“. DGB-Experte Adamy fordert deshalb bundesweit verbindliche Standards für diese kommunalen Leistungen. Eine BA-Sprecherin sagte, die Betreuungs- und Beratungsplätze seien bei Weitem nicht ausreichend. Das Defizit zu beheben, sei auch eine Frage des Geldes.“

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