Arbeitslos und dann ins Ehrenamt? – Gestern und heute

Gestern abend waren die Ehrenamtsagentur und Dr. Reckert im ISPA zu Gast zum Thema Ehrenamt.

Heute war Laila Schmid in daheim + unterwegs beim WDR Fernsehen zu Gast zum Thema Glück, trotz Arbeitslosigkeit.

Ihr Thema – Sendung vom 04. Dezember 2013 – daheim+unterwegs – WDR Fernsehen.

Ein, wie ich finde, treffender Kommentar zu der Situation ist als * – Leserrezension zum Buch von Fr. Schmid und Bärbel Mohr zu finden. Der lautet:

„Mein Fazit ist: Frau Schmid war nur kurze Zeit arbeitslos, hatte dann die Perspektive der Frührente und zumindest eine gewisse finanzielle Sicherheit. Ich kenne Menschen, die in Hartz-4 sind, seit es das gibt und nicht wissen, wann sie wieder rauskommen. Vermutlich selbst im Rentenalter nicht. Und dann kommt dieses Buch und sagt: macht ehrenamtliche Arbeit.“ Quelle

Meine eigene Meinung ist u.a. die, dass Fr. Schmid heute in der Fernsehsendung deutlich machte, dass sie mit 56 Jahren arbeitslos wurde und trotz zahlreicher Qualifikationen ausgelacht wurde, als sie von einem neuen Job fabulierte. Hier sollte die Arbeitsvermittlung realistischerweise ansetzen und das Ehrenamt stärker bewerten. Hier hat der Gesetzgeber die Aufgabe die Gesetzeslage der Wirklichkeit anzuspassen. Niemand braucht den zusätzlichen Stress, wenn er ein Ehrenamt gefunden hat, dass ihn halbwegs glücklich macht, dies immer wieder gegenüber dem Jobcenter rechtfertigen zu müssen, da das Ehrenamt als Arbeit nicht zählt, aber keine erfolgreiche Vermittlung in Aussicht steht. Das zerreißt den Menschen und macht ihn unglücklich. Hier muss dringend und schleunigst Abhilfe her, um wieder ein halbwegs menschenwürdiges Leben in der Arbeitslosigkeit mit einem Ehrenamt führen zu können.

Meine Forderung: Die 59er-Regelung im SGB II wäre deutlich zugunsten des Ehrenamts auszuweiten. Die Freibetragsgrenzen müssen explizit erwähnt werden, damit der Kampf um den Kostengroschen mit dem Jobcenter, als eben nicht anzurechnender Mittelzufluss, ausbleibt. Die Bund-Länder-Kommission hat solche Vorschläge zur Änderung des Zuflusses generell bereits im Visier. Hier muss eine neue Regierung notfalls deren Vorschlagsliste um diesen Punkt erweitern und bald reagieren.

Die Frage der Veränderungen durch den Inklusionsgedanken und wie er in die Praxis umgesetzt werden kann, bringt einige deutliche Veränderungen mit sich. Wenn diese Vorschläge unter anderem dazu führen, dass sich die Arbeitsmärkte verschieben, kann das dazu führen, dass aus ehrenamtlicher Arbeit reguläre Arbeit wird. In diesem Sinne sind auch Konzepte zum Bedingungslosen Grundeinkommen zu verstehen. Wenn die Gesellschaft Arbeit bezahlt, zeigt sie damit, was sie ihr wert ist. Im Rahmen des Inklusionsgedankens ist auch ehrenamtliche Arbeit in die Gesellschaft zu integrieren.

Beispielhaft für die gesamte Situation ist der Link auf http://www.dasbringtmichweiter.de zu einem Fall eines 56jährigen Heilpädagogen. Da heißt es: „Die ganze Geschichte lesen sie hier.“  (Klicken sie mal!)

Ja, so sieht es aus. Ein Weg, der ins Nichts führt.

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Stand: 04.12.2013

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