KMU in Städten in Europa voranbringen

Im Zeitraum 2014‑2020 sind die Digitale Agenda und die KMU (Kleine und Mittlere Unternehmen)-Förderung zentrale Prioritäten der Strukturfonds. KMU bilden das Rückgrat der europäischen Volkswirtschaften und die Quelle für künftige Arbeitsplätze in unseren Städten und Regionen.“

Die Möglichkeiten des Internets auszuschöpfen sowie andere digitale Technologien zu nutzen, steigert die Wettbewerbsfähigkeit und die Exporte und erhöht die Marktchancen. In den G-20 Ländern verzeichnen kleine Unternehmen, die an das Internet angebunden sind, um 22 % höhere Umsatzuwächse als Unternehmen, die das Internet nicht oder kaum nutzen. In Deutschland konnten 93 % der kleinen und mittleren Unternehmen mit aktiver Internetpräsenz innerhalb von drei Jahren zusätzliche Arbeitsplätze schaffen; bei den Unternehmen ohne Internetpräsenz waren es nur 50 %.

Die regionalen Gutscheinprogramme würden es kleinen Unternehmen ermöglichen, ihre Gutscheine gegen IKT-Spezialdienste wie z. B. Website-Entwicklung und Schulungen über elektronischen Geschäftsverkehr oder die Einführung vielseitiger IKT-Anwendungen für Unternehmensprozesse (z. B. das Lieferketten- und Kundenbeziehungsmanagement) einzulösen.

Die Kommission bietet den Regionen ein detailliertes Konzept zur Umsetzung des Programms, das auch einen Workshop im Rahmen der Open Days, 11th European Week for Regions and Cities umfasst.

Das Konzept soll Behörden dabei helfen, den Bedarf von KMU zu ermitteln, die in das elektronische Geschäft einsteigen wollen, und zu beurteilen, ob die Gutscheine dafür geeignet sind. Im Leitfaden wird erklärt, wie ein maßgeschneidertes Gutscheinsystem für die betreffende Region eingerichtet werden kann und wie bestehende Programme über ein IKT-Fenster erweitert werden können. Der Wert des Gutscheins variiert je nach den Bedürfnissen der KMU und den Prioritäten der jeweiligen Region. Die Programme sollten für KMU und Anbieter leicht zugänglich gestaltet und in Bezug auf die Verwaltung unkompliziert sein. Mit den Gutscheinen sollten IKT-Dienste von verschiedenen Anbietern, u. a. von privaten Unternehmen, Hochschulen und Forschungszentren, erworben werden können.

Hintergrund

Europäische Unternehmen führen IKT im Durchschnitt nur langsam ein (zwischen 2010 und 2012 stieg der Anteil der europäischen Unternehmen, die über eine Webseite verfügen, nur um 6 %; auch der Zuwachs an Unternehmen, die begannen, Informationen auf elektronischem Wege mit anderen Unternehmen auszutauschen, lag nur bei 6 %; nur 4 % mehr Unternehmen setzten Software für die Unternehmensressourcenplanung ein).

Die Pilotprojekte in Murcia und Extremadura sind auf Unternehmen ausgerichtet, die in den elektronischen Geschäftsverkehr, straffere Geschäftsabläufe und verbesserten Kundendienst investieren wollen. Die Projekte wurden am 2. Juli auf der Konferenz „Digitale Agenda: Welche Rolle kommt Europas Regionen und Städten zu?“ angekündigt.

viaEUROPA – PRESS RELEASES – Press release – Europäische Regionen werden ermutigt, den KMU Gutscheine über bis zu 10 000 EUR für die Digitalisierung anzubieten.

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