BA: Eine Millionen Sanktionen und Zustellprobleme der Post

Die BA hat die Sanktionszahlen für 2012 mit über einer Millionen angegeben, (warnt aber vor einer Fehlinterpretation – in: Die 5 größten Irrtümer über Hartz IV-Empfänger).

Hauptursache: Meldeversäumnisse

Auch geht Post des öfteren verloren, wobei die Arbeitsagenturen stets annehmen, dass die Post den Empfänger erreicht haben muss.

Diese Annahme, die angesichts der bekannten Fälle von unterschlagener Post nicht wirklich haltbar ist, wird von den Arbeitsagenturen gleich in zweierlei Richtung vertreten: zum einen was Post an den Arbeitssuchenden angeht, zum anderen, was Post an die Arbeitsagentur selbst angeht. Während allerdings bei nicht erhaltener Arbeitsagenturpost der Empfänger als derjenige angesehen wird, der hier eine Schuld/Verantwortung trägt, ist es bei der Post an die Arbeitsagentur der Absender, also auch hier der Leistungsbezieher, dem die nicht angekommene Post zur Last gelegt wird. Das Problem der nicht erhaltenen Post ergibt sich auch durch schlecht arbeitende Postzusteller, die nicht auf Namen und Adressen achten. Doch ob in einem solchen Fall demjenigen geglaubt wird, der sagt, erst zu spät oder gar nicht vom Termin erfahren zu haben, liegt im Ermessen des Sachbearbeiters. Eine Sanktion ebenso.

vgl. WAZ-Bericht v. 23.04.2013: Post will verlorene Briefe nicht wiederhaben

Doch auch diejenigen, welche die Post rechtzeitig erreichte, nehmen manchen Termin nicht etwa aus Bequemlichkeit nicht an. Vielmehr bleibt bei dieser Sichtweise die psychologische Komponente außen vor, die es gerade Langzeitarbeitslosen erschwert, den Kontakt mit den Arbeitsagenturen und Jobcentern stetig aufrecht zu erhalten. „Erfahrungen aus der Arbeitsvermittlung zeigen weiterhin, dass gerade Langzeitarbeitslose, die auf dem Arbeitsmarkt lange erfolglos nach einer Stelle suchen, häufig Termine versäumen, um nicht immer wieder mit dem eigenen Scheitern konfrontiert zu werden“, ist auf der Seite des O-Ton Arbeitsmarkt zu lesen, einem Projekt des Instituts für Bildungs- und Sozialpolitik der Hochschule Koblenz (ibus).“

viaSanktionen gegen ALGII-Empfänger: Hauptursache sind Meldeversäumnisse | Telepolis.

Frankfurt/Main (rpo). Verbraucherschützer gehen gegen die Deutsche Post in Stellung. Ihnen zufolge verschwinden immer mehr Post-Sendungen. Auf bis zu 70.000 Briefe und 2.000 Pakete schätzt der Verband für Post und Telekommunikation (DVPT) die Zahl der täglichen Verluste. Die Post selbst verweigert genaue Angaben.

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