GE: 2012 rd. 5,2 Mill.Euro weniger Eingliederungsmittel

Gelsenkirchen bekommt durch die Leistungskürzungen aus dem Hause vdLeyen, von Juni diesen Jahres, rund 5,2 Millionen Euro weniger an Eingliederungsleistungen für SGB II-Empfänger.

Die Zahlen:

34502   Jobcenter Gelsenkirchen     34.840.000 € (2011)   zu  29.683.000 €  (2012)

Nächstes Jahr gibt es noch mal weniger, dann sind für Gelsenkirchen nur noch geplante 28.081.000 zur Auszahlung vorgesehen.

Derweil gibt BA-Chef Alt sein Glaubensbekenntnis an die Vision der Vollbeschäftigung ab. Eine Durchhalteparole statt Eingliederungsleistungen. Irgendeine Möglichkeit wird es noch geben, die Statistik zu schönen. Schöne neue Welt auf ganz andere Art. Wie sagte noch Alt-Bundeskanzler Schmidt: Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen.

Den Arzt und sogar Psychiater kann sich Alt von seinem Managergehalt sicher auf Lebenszeit leisten. Ach ne, würde er ja von der staatlichen Beihilfe bezahlt bekommen. Beamter müsste man sein, sagte schon meine Oma. Dann haste ausgesorgt. Vielleicht sollte Gelsenkirchen alle Arbeitslosen in der Stadt zu Beamten machen. Natürlich unterhalb von Tarifleistungen oder besser als Unbezahlte. Der Trend dahin schreitet in Deutschland weiter fort, meldet die OECD. Jedenfalls könnten wir uns dann dauerhaft einen Arzt leisten, der unsere Visionen behandelt. Welche das auch immer sein mögen. Bei einer Kassenleistung ist eine durchgehende Versorgung ja nicht vorgesehen. Jedenfalls haben Arbeitslose den höchsten Krankenstand, meldet die TK für das Jahr 2011. Kommt wohl davon, dass Arbeitslose als Adressaten die kranken Visionen anderer abbekommen und aushalten müssen. Anders ist das nicht vorstellbar. Wer was anderes denkt, wird sicher sanktioniert (wenn er ein Mann ist), gebosst oder gemobbt. Hier trifft die bürgerliche Idee aus der Vergangenheit auf die Gegenwart. Fehlt nur noch die Illusion, dass wahre Liebe allein in den vergammelten Vorstädten lebbar ist. Zumindest für Schalke stimmt das; obwohl hier eine andere Liebe gemeint ist. Nicht die rosa-rote, sondern die blau-weiße.

1:0 für  Hr. Alt – ich visualisiere gerade eine nahe Zukunft, da alle Schalke-Fans nicht mehr als Arbeitslose gezählt werden, da sie ja einer Beschäftigung (als Fans) nachgehen. Jetzt kommt Gelsenkirchen mit den geringeren Eingliederungsmitteln locker aus.

Komische Zeiten diese Krisen. Am Ende gibts doch immer nur Krieg; bei dem dann alle wieder Arbeit haben! Auch eine Vision. Vielleicht hat Hr. Alt auch das gemeint. Na, ich denke, er sollte doch besser bald zum Arzt, oder?

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